Dedicated India Team
Deep-Tech-KI-Anbieter verlagert Customization/Integration
Beispiel eines deutschen Deep-Tech-Scale-Ups aus dem Bereich „digitale Maschinenzwillinge“
Auf einen Blick
- Ausgangslage
- Erfolgreiche OEM-Strategie verlangt zunehmend kundenspezifische Anpassungen
- Team
- Aufbau eines Dev-Teams zur Umsetzung von Customization-Anforderungen
- Betrieb
- Unabhängige Team-Operation in Indien, fachlich geführt durch den Kunden
- Zielbild
- Stetiger Aufwuchs im Zuge der Expansion vorgesehen, bis hin zur Übernahme
Zeitraum: Projekt läuft
Kennzahlen
Ausgangslage
Das deutsche Deep-Tech-Scale-Up hat über mehrere Jahre hinweg eine Cloudplattform entwickelt, auf der digitale Zwillinge von Spritzgussmaschinen kontrolliert und optimiert werden können. Zu den Funktionen der Plattform gehört, dass Blueprints aller relevanten und gängigen Spritzgussmaschinen verfügbar sind, die reale Daten der jeweils beim Kunden produktiven Maschinen wiedergeben. Dafür werden (bestehende und neue) Maschinen mit einem Auslese-Kit versehen, das internet-konnektiert ist und Daten in Echtzeit an den virtuellen Maschinenpark (die Zwillinge) überträgt. So können Fehler frühzeitig erkannt, Abweichungen identifiziert, aber vor allem auch Maßnahmen zur Ablaufoptimierung simuliert werden.
Zielkunden des Unternehmens sind vor allem große Spritzgussmaschinenhersteller, die den Service der digitalen Zwillinge direkt „ab Werk“ bei einer großen Zahl von Maschinen integrieren können. Die Anpassung der Software an die jeweiligen Anforderungen und die Einbindung in die diversen Systemlandschaften erfordert dabei viel Zeit und Aufmerksamkeit, die das Kern-Entwickler-Team nicht aufbringen kann, da die Software-Plattform laufend weiterentwickelt und z. B. auch für andere Maschinenkategorien verfügbar gemacht werden muss.
Team
Es wird ein halbes Dutzend überwiegend erfahrener Softwareingenieure aus den Bereichen Entwicklung und Qualitätssicherung aufgebaut, die kundenspezifische Anpassungen der Cloud-Software-Plattform und eine Vielzahl oft kleinteiliger Integrationsarbeiten durchführen und testen können. Damit wird das Kern-Team, das den zentralen Code entwickelt hat und diesen ständig weiter ausbaut, spürbar entlastet. Technologische Weiterentwicklung und wirtschaftliche Tragfähigkeit können so parallel vorangetrieben werden.
Betrieb
Da das Unternehmen noch im „Start-Up-Modus“ arbeitet, sind keine formalisierten Einführungs- und Trainingselemente verfügbar bzw. notwendig. Der CTO und Chefentwickler, der das Team auch eigenhändig interviewt und zusammengestellt hat, übernimmt die Einführung in Plattform, Software und Aufgabenfelder. Während die ersten Implementierungsaufträge noch in engerer Begleitung erfolgen, erledigt das Team alle Aufgaben bald eigenständig und routiniert, so dass nur „Sonderfälle“ und spezifische Detailfragen abgeklärt werden müssen. Das Kernteam, das die Plattform aufgebaut hat, kann sich voll auf deren Weiterentwicklung konzentrieren.
Zielbild
Das Scale-Up will mit der kundenspezifischen Implementierung bestimmte wirtschaftliche Kenngrößen erreichen, die den Weg für eine Series-A-Finanzierung öffnen. Das indische Team hat wesentlichen Anteil am Erreichen dieser Zielsetzung. Sobald die Finanzierung (voraussichtlich in einem 7-stelligen Umfang) erfolgt ist und damit eine Vielzahl weiterer OEMs und deren Maschinen bzw. deren Kunden integriert werden können und müssen, wird das indische Team stark ausgebaut und perspektivisch auf eine Größe von 25 bis 30 Entwicklern geführt. Da die Implementierungskompetenz zu den Elementen gehört, die das Deep-Tech-Unternehmen zwingend „im eigenen Haus“ halten muss, ist die Übernahme des gesamten Teams im Rahmen des „Build-Operate-Transfer“-Modells bereits vereinbart.
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